Dialogische Prozessbegleitung
– Fortsetzung –

»Meine Erfahrung ist das, worauf ich einwillige, meine Achtsamkeit zu richten.
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Durch die Weise, in der wir den Dingen Achtsamkeit schenken, wählen wir (und zwar im wörtlichen Sinne), welche Art Welt wir nach unserer eigenen Vorstellung bewohnen.«
William James, Principles of Psychology

Dialogische Prozessbegleitung

Dialogische Prozessbegleitung schöpft aus kontemplativer Übung, einem wachstumsorientierten Menschenverständnis und buddhistischer Psychologie.

Die Vermittlung von differenziertem Körperempfinden und die Unterstützung emotionalen Gewahrseins nehmen dabei eine wichtige Rolle ein; diese verbinden sich mit praktischer Anregung zu kontinuierlicher, innerer Bezugnahme und ergründender Selbstreflexion.

Dialogische Prozessarbeit setzt auf ein tieferes Selbstverständnis durch die heilsame Kraft vorurteilslosen Gewahrseins – ohne Klischees und Pathologisierung. Sie bekräftigt den achtsamen und einsichtigen Umgang mit den eigenen Widersprüchen und hilft im Wandel der Umstände glückstaugliche Werte zu finden.

Die Erfahrung von Übergang, Unzulänglichkeit, Krise und Verlust gehört zu den bestimmenden Grundsituationen unseres Erlebens.

Kann ich meine Aufmerksamkeit aus ihrer Fixierung auf den erlebten Konflikt lösen? Kann ich einen Ort der Freiheit, des Mitgefühls und der Gelassenheit wählen – ohne meine Herausforderungen zu leugnen?

Reicht es aus, einen spirituellen Weg zu gehen, um ganz und heil zu werden? Oder schützt auch Spiritualität vor Neurose nicht? Wie kann ich mich in spiritueller Praxis davor schützen, unverzichtbare psychologische Entwicklungsstufen nicht zu vernachlässigen?

In welcher Tiefe wir uns selber verstehen und wie verfügbar wir für unseren eigenen Prozess sind, entscheidet über unsere Wertschätzung für andere und wie wir mit ihnen umgehen.


Letzte Änderung: 11.01.16 • © Akiñcano 2007-2016